Edge 540 (45%)

Wie viele von euch wissen habe ich ja schon einige Modelle entworfen und auch gebaut. Davon die meisten mit Verbundwerkstoffen. Viele von euch kommen daher mit fast immer den gleichen Fragen zu mir (dafür nochmals vielen Dank für euer Vertrauen :) Selbstverständlich helfe ich auch weiterhin gern wo ich kann.

In den nächsten Monaten werde ich mich mit meinem eigenen Projekt, meiner Edge 540, beschäftigen und werde euch gern daran teilhaben lassen. Insgeheim hoffe ich natürlich auch das Ihr mich auf eventuelle Fehler beim Bau hinweist :) Ich weis noch nicht ob ich hier eine richtige Struktur hinbekomme. Aber ich werde zu jedem Bauabschnitt wohl einige Fotos einstellen und beschreiben wie und was ich da so mache:

Der Entwurf:

Wie bei fast allen meinen Projekten enstand die Edge wieder zunächst am Computer. Wärend meines damaligen Studiums haben mein sehr guter Freund Martin und ich die Edge ich in wochenlanger Kleinarbeit als 3d Modell entstehen lassen. Wir verwenden dabei das Programm Rhinoceros, welches sich hervorragend dazu eignet und als Student erschwinglich war.

Um nicht den gleichen Fehler zu machen wie ein nahmhafter Hersteller, bei dem die Proportionen irgendwie nicht stimmen, haben wir uns nicht an die zahlreichen Drei-Seiten-Ansichten gehalten welchen leider alle samt nicht stimmen, sondern haben ausschließlich mit Fotos gearbeitet und haben am Orginal gemessen.


Die Bilder des Orginales habe ich hier aus der Google Bildersuche und der Hompage von Mike Mangold.

Ich denke wir sind sehr nah am Orginal :)

Urmodelle:

Als erstes Urmodell hab ich den Rumpf gewählt. Immer mit dem schwierigsten zuerst.

Ich habe mir da vor Jahren mal eine Technik erarbeitet welche gut für Großmodelle funktioniert und die Kosten im Rahmen hällt. Mit meiner großen CNC Fräse erstelle ich zunächst aus mehreren Teilen eine Styrodur Urform. Darin laminiere ich dann das Urmodell. Um das Urmodell einigermaßen aus dem Styrodur zu bekommen spachtele ich einfach ganz dünn vor dem laminieren normales Baumarktsilikon in die Form. Das atmen fällt da zwar schwer und die Augen tränen auch, aber es lohnt sich :) Die Styrodurteile werden übrigens einfach mit Heizkleber zusammengeklebt. Hier mal einige Bilder.

In diese Urfomen wurde nun laminiert (Dicke Schicht Epoxy-Gelcoat, 2 Lagen 160g und 3 Lagen 960g Glas). Die Teile werden dann noch zusammenlaminiert und schon hat man das Urmodell. Die Flecken die hier zu sehen sind ist übrigens das Silikon. Wie Ihr seht hat es als Trennmittel funktioniert :)

 

Diese Variante das Urmodell zu bauen ist zwar bei Weitem nicht so genau wie z.B. es direkt in Ureol zu fräsen aber ich liege hier nicht mal bei einem fünftel der Kosten. Der große Nachteil dieser Technik ist allerdings die doch sehr aufwendige Spachtel- und Schleifarbeit.

Ein Kilo Spachtel und noch lange nicht fertig. Vor der Kabine brauche ich leider ein wenig mehr Spachtel da ich da einen 3mm Fehler im CAD-Modell hatte.

Heute hab ich noch fix die Hilfsspanten für die Kabine gefräst. Auf dieser Konstruktion forme ich später die Kabine ab. Zunächst hab ich sie einfach mit Spachtel fixiert um sie dann mit einem Klebharz-Glasfaserschitzel-Gemisch fest zu verkleben. Das ganze wird gespachtelt und gegen Risse ein mal mit 163g Gewebe überzogen.

Da ich zwischendurch immer mal auf Spchtel und Harz warten musste ist das Seitenruder auch schon recht weit fertig. Gebaut nach dem gleichen Prinzip, allerdings ist das Innere mit einer Poraver-Harz-Mischung gefüllt. Ansonsten beult diese gerade Fläche doch zu sehr, so krigt man es nie gerade.

Um am Rumpf weiter zu kommen benötige ich nun erstmal Die Kabine und die Motorhaube. Zunächst hab ich die Kabine im CAD konstruiert. Sie wird eine Zweischalenbauweise plus Verglasung. Wenn mal ein wenig Zeit ist fräse ich mir die Urmodelle dafür fertig.

 

Dieses Projekt wurde von mir leider verkauft. Allerdings denkt derjenige eventuell über eine Kleinserie nach :)

Ich danke euch für das Interesse.

 

Sunday, 06 November 2016 17:24
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